Einspeisevergütung für Solarstrom: Ab August 2025 gibt es weniger Geld

31. Juli 2025

Deutsche Wohnsiedlung mit Solaranlagen auf Dächern.

Sie planen noch in diesem Jahr eine Photovoltaikanlage? Ab dem 1. August 2025 sinkt die Einspeisevergütung wieder – und zwar für alle neuen Anlagen, die ab diesem Datum in Betrieb gehen. Was das für Ihre Investition bedeutet und warum sich trotzdem der Umstieg auf Solarenergie lohnt, erklären wir hier verständlich.

Das Wichtigste zuerst

Die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen sinkt zum 1. August 2025 von 7,94 Cent/kWh auf 7,86 Cent/kWh bei Teileinspeisung und von 12,60 Cent/kWh auf 12,47 Cent/kWh bei Volleinspeisung. Diese Regelung der halbjährlichen Absenkung um 1 Prozent ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben.

Wichtig:
Bestehende Anlagen sind nicht betroffen – sie erhalten weiterhin ihre bisherige Vergütung für 20 Jahre.

Einspeisevergütung für überschüssigen Solarstrom ab 1. August 2025
Einspeisevergütung für überschüssigen Solarstrom ab 1. August 2025

Wer ist von der Absenkung betroffen?

Alle Regelungen gelten ausschließlich für neu in Betrieb genommene Anlagen ab dem 1. August 2025. Bereits bestehende Anlagen sind von den Änderungen nicht betroffen. Das bedeutet konkret: Wenn Sie Ihre Solaranlage noch bis zum 31. Juli 2025 anmelden und in Betrieb nehmen, erhalten Sie die höhere Vergütung für die gesamte Laufzeit von 20 Jahren.

Für verschiedene Anlagengrößen gelten unterschiedliche Sätze:

  • Bis 10 kWp: 7,86 Cent/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,47 Cent/kWh (Volleinspeisung)
  • 10 bis 40 kWp: 6,80 Cent/kWh (Teileinspeisung) bzw. 10,45 Cent/kWh (Volleinspeisung)

Warum sinkt die Einspeisevergütung regelmäßig?

Die Einspeisevergütung wird halbjährlich um 1% gesenkt. Diese sogenannte Degression ist ein bewusster politischer Mechanismus: Sie soll den technischen Fortschritt und sinkende Anlagenkosten widerspiegeln.

Die nächste Absenkung erfolgt dann wieder am 1. Februar 2026.

Trotz der regelmäßigen Kürzungen bleibt die Photovoltaik eine der rentabelsten Investitionen für Eigenheimbesitzer. Die Kosten für Solarmodule und Wechselrichter (WR) sind in den letzten Jahren deutlich stärker gesunken als die Einspeisevergütung.

Entwicklung der Einspeisevergütung von 2020 bis 2025
Entwicklung der Einspeisevergütung von 2020 bis 2025

Eigenverbrauch wird immer wichtiger

Die sinkende Einspeisevergütung macht deutlich: Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Während Sie für eingespeisten Strom nur noch 7,86 Cent erhalten, sparen Sie bei selbst genutztem Solarstrom etwa 32 bis 40 Cent pro kWh Stromkosten.

Eine typische Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus:

  • 10 kWp-Anlage erzeugt rund 10.000 kWh pro Jahr
  • Bei 30% Eigenverbrauch: 3.000 kWh × 35 Cent = 1.050 Euro Ersparnis
  • Einspeisung von 7.000 kWh × 7,86 Cent = 550 Euro Vergütung
  • Gesamtertrag: 1.600 Euro pro Jahr
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Neue Regeln seit Februar 2025 beachten

Neben der sinkenden Vergütung gibt es weitere wichtige Änderungen: Seit Ende Februar 2025 erhalten Betreiber neu installierter PV-Anlagen keine Einspeisevergütung mehr, wenn an sonnigen Tagen zu viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz zeitweise zu negativen Spotmarktpreisen im Großhandel führt. Als Ausgleich verlängert sich der 20-jährige Vergütungszeitraum um diese Phasen.

Zusätzlich gilt: PV-Anlagen, die nicht mit einem Smart Meter und einer Steuerungseinrichtung ausgestattet werden, müssen ihre Einspeiseleistung auf 60% der installierten Leistung drosseln. Das kann zu Einbußen von bis zu 30% führen.

Lohnt sich eine PV-Anlage trotzdem noch?

Absolut ja! Trotz der leicht sinkenden Vergütung bleibt die Investition in eine PV-Anlage lohnenswert – vor allem für Haushalte, die einen großen Teil ihres Stroms selbst nutzen oder speichern. Die Kombination aus Eigenverbrauch, staatlicher Förderung und steigenden Strompreisen macht Photovoltaik auch 2025 zu einer sinnvollen Investition.

Regional geprüfte Solateure aus Ihrer Nähe können Ihnen dabei helfen, die optimale Anlagengröße zu bestimmen und alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Sie kennen die örtlichen Gegebenheiten und können eine realistische Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen.

Jetzt handeln – bevor die Vergütung sinkt

Falls Sie sich für eine Solaranlage interessieren, sollten Sie nicht lange zögern. Die Planung und Installation einer PV-Anlage dauert in der Regel einige Wochen bis Monate. Wer seine Anlage noch vor dem 1. August 2025 in Betrieb nimmt, sichert sich die höhere Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre.

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Moritz Feldmann

Moritz Feldmann schreibt für Solarlokal.de über Photovoltaik, Energiewende und Gebäudetechnik. Seit über zehn Jahren bereitet er komplexe Themen so auf, dass sie für Hausbesitzer verständlich und praktisch umsetzbar werden. Sein Ziel ist es, bei wichtigen Energiefragen Orientierung zu geben – klar, neutral und hilfreich.