Deutschland kann 40 % Treibhausgas bis 2020 einsparen; 71 % würden sich PV-Anlage auf das Dach bauen

26.10.09

Quelle: SolarLokal Info- und Presseservice 26.10.2009

Deutschland kann über 40 % seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 einsparen
Das zeigt die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) "Politikszenarien V - auf dem Weg zum Strukturwandel; Treibhausgas-Emissionsszenarien bis zum Jahr 2030". Bis 2030 kann danach sogar annähernd 60 Prozent Minderung gegenüber 1990 erreicht werden. Die im Auftrag des UBA von einem Forschungskonsortium um das Öko-Institut erstellte Studie untersuchte die Treibhausgas-Emissionen eines "Business-as-usual"-Szenarios und eines "Strukturwandelszenarios". Das Strukturwandelszenario geht dabei von einer ambitionierten Klimapolitik aus - mit zusätzlichen Maßnahmen zur Einsparung von Strom, Wärme und Kraftstoffen und einem starken Ausbau der erneuerbaren Energien.
Im "Business-as-usual"-Szenario verringern sich die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 29,6 Prozent, das nationale Ziel einer Treibhausgas-Minderung um 40 Prozent würde nicht erreicht. Die wichtigsten Maßnahmen dieses Szenarios sind die Ausweitung der erneuerbaren Energien, das EU-Emissionshandelssystem und ein Gebäudesanierungsprogramm. Zwischen 2020 und 2030 führen die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen zu einer weiteren Minderung von etwa zwei Prozent.
Im Strukturwandelszenario wird das 40 Prozent-Ziel im Jahr 2020 mit 43,1 Prozent überschritten. Annähernd die Hälfte der zusätzlichen Minderung liefern zahlreiche Maßnahmen zur Reduzierung des Stromverbrauchs. Ebenfalls wirkungsvoll sind eine verstärkte Förderung der erneuerbaren Energien, die Stärkung der Energieeinsparverordnung und ihres Vollzugs, die Verschärfung der CO2- Grenzwerte für PKW und die Besteuerung von Flugkraftstoffen. Bis 2030 würde eine Minderung um 58,2 Prozent erreicht.
Die Studie ergänzt die jüngst vom UBA veröffentlichte „Konzeption zur Klimapolitik“. Sie zeigt zum einen, dass das Ziel einer Minderung um 40 Prozent machbar ist, zum anderen welche nationalen und europäischen Klimaschutzmaßnahmen dafür notwendig sind. Weitere Informationen unter www.umweltbundesamt.de

71 Prozent der Deutschen würden sich der Umwelt zuliebe eine Photovoltaikanlage auf das Dach setzen
Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Solarheizsystemherstellers Solvis. Finanzielle Gründe spielen dabei nur für eine Minderheit eine Rolle, auch wenn mit Solarstromanlagen gute Renditen erzielt werden können. Photovoltaik genießt unter den Deutschen vor allem aus ökologischen Gründen einen hervorragenden Ruf. Als optisches Ärgernis gelten Solarstromanlagen schon lange nicht mehr – lt. der Umfrage finden lediglich noch zwei Prozent der Deutschen Module auf dem Dach hässlich.



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