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Solare Jobs / Saarland zahlt Solarprämie / etc.
04.08.09Quelle: SolarLokal Info- und Presseservice
Erneuerbare Energien schaffen jeden Tag 80 Arbeitsplätze
Neues Online-Angebot informiert über Ausbildung, Studium und Beruf
Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche der Erneuerbaren Energien steigt weiter. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) beschäftigen Anlagenhersteller, Zulieferer und Planer derzeit rund 280.000 Menschen. Allein im vergangenen Jahr sei die Zahl der Arbeitsplätze um 30.000 gestiegen – das sind etwa 80 neue Arbeitsplätze pro Tag. Seit 1998 hat sich damit die Zahl der Beschäftigten in der Branche der Erneuerbaren Energien vervierfacht (+332 %). Dazu im Vergleich: die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie stieg in den vergangenen zehn Jahren um 5 %, der Braun- und Steinkohlebergbau verlor 35 % bzw. 58 % seiner Arbeitsplätze.
Trotz der Wirtschaftskrise ist der Bedarf an Fachkräften bei den Erneuerbaren Energien weiterhin hoch: Laut einer Untersuchung des Wissenschaftsladens Bonn ist die Zahl der Stellenangebote im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen. Dieser Trend ist inzwischen auch in den Angeboten der Universitäten und Fachhochschulen sichtbar - mehr als 250 Studiengänge setzen einen Schwerpunkt in diesem Bereich.
Über Studium, Ausbildung und Berufseinstieg in die Branche der Erneuerbaren Energien informiert www.erneuerbare-karriere.de Das neue Online-Angebot der Agentur für Erneuerbare Energien liefert Schülern, Studenten, Berufsanfängern und Quereinsteigern Wissenswertes zum Arbeitsmarkt der Erneuerbaren Energien. Jobprofile und Unternehmensportraits geben Einblicke in die vielfältigen Berufsbilder von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Eine interaktive Karte mit Forschungsinstituten im Bereich Erneuerbare Energien schafft Orientierung für Unternehmen, Doktoranden und wissenschaftliches Personal. Links zu Stiftungen und Förderprogrammen runden das Angebot ab.
Informationspool für Bürgerkraftwerke
Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger wächst, die über den Bezug von Ökostrom hinaus an der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien aktiv mitwirken möchten. Ein Weg hierzu sind Bürgerkraftwerke. An ihnen kann sich beteiligen, wer eine Erneuerbaren-Energien-Anlage nicht selbst errichten kann (z. B. als Mieter) oder die Kosten für eine eigene Anlage nicht aufbringen möchte. EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., möchte engagierte Menschen dabei unterstützen, gemeinsam eine Erneuerbare-Energien-Anlage zu verwirklichen und das „solare Zeitalter selbst aktiv mitzugestalten“. Die Vereinigung bietet dazu jetzt eine Datenbank für regenerative Bürgerkraftwerke an. Die Datenbank enthält zum einen eine Liste von Vereinen, die Bürgerkraftwerke auf der Basis Erneuerbarer Energien initiieren, planen und betreuen und zum anderen Projekte aus dem gesamten Spektrum der Erneuerbaren Energien. Es können auch eigene Projekte in die Datenbank eingetragen werden. Die Daten sind nach Bundesländern gegliedert und werden fortlaufend aktualisiert. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.eurosolar.de unter der Bezeichnung „Informationspool für Bürgerkraftwerke“.
1.000-Dächer-Programm für die Region Bitterfeld-Wolfen: Initiative von Stadt und Landkreis will private Investitionen in Solarstromanlagen anstoßen
Die Stadt Bitterfeld-Wolfen und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld haben heute den Startschuss für eine Initiative gegeben, mit der private Investitionen in Solarstromanlagen angestoßen werden sollen. Das so genannte „1.000-Dächer-Programm“ richtet sich an alle Bürger der Region, die über die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig eine sichere Rendite über eine Laufzeit von 20 Jahren erwirtschaften wollen. Zudem versprechen sich Stadt und Kreis von ihrer Initiative eine Stärkung der heimischen Wirtschaft, insbesondere des Handwerks, und erwarten, dass die Region Anhalt-Bitterfeld über das 1.000-Dächer-Programm künftig besser als bedeutender Solarindustrie-Standort und fortschrittliche Lebensregion in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Mittelfristig ist geplant, das 1.000-Dächer-Programm auf sämtliche Kommunen und Landkreise in Sachsen-Anhalt auszuweiten.
Für das 1.000-Dächer-Programm konnten Stadt und Landkreis mehrere Partner gewinnen, die die Initiative in gegenseitiger Absprache unterstützen. So bieten heimische Installationsbetriebe spezielle Schulungen zur Funktionsweise und Installation von Solarstromanlagen auf Dächern an. Die Koordination der an dem Programm teilnehmenden Installationsbetriebe hat die Elektro-Innung Anhalt-Bitterfeld übernommen. Zur Finanzierung einer Dachsolarstromanlage steht die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld als Partner zur Seite. Für das 1.000-Dächer-Programm hat das regionale Finanzinstitut ein spezielles Darlehensprogramm namens „Solar+“ aufgelegt, mit dem potentielle Anlagenbetreiber die Finanzierung ihrer Solarstromanlage bei nachgewiesener Bonität auch ohne Eigenkapital finanzieren können.
Saarland zahlt Solarprämie
Das Saarland hat ein neues Förderprogramm aufgelegt und zahlt 1.000 Euro an jeden, der einen mindestens 15 Jahre alten Heizungskessel erneuert oder eine Photovoltaikanlage auf seinem Hausdach in Betrieb nimmt. Die Leistung der PV-Anlage muss mindestens 2 Kilowatt betragen. Für das Förderprogramm ist im Landeshaushalt ein Etat von 2,5 Millionen Euro vorgesehen, der für bis zu 2.500 PV-Anlagen bzw. neue Brennwertkessel ausreichen soll.
Eine Sonderregel gilt für Photovoltaikanlagen auf Schuldächern sowie baulich besonders integrierte Demonstrationsvorhaben: Erstere werden nach dem gleichzeitig novellierten Zukunftsenergieprogramm Technik (ZEP-Tech) mit 2.600 Euro je Kilowatt gefördert, insgesamt mit bis zu 10.000 Euro, Demonstrationsvorhaben mit 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis zu 100.000 Euro je Maßnahme. Weitere Informationen finden Sie unter www.solarlokal.de unter „Fördermittel“.
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